EU-Führerschein kaufen

Im Beitrag EU-Führerschein(Teil 1) habe ich beschrieben, wie man als deutscher Verkehrssünder einen tschechischen EU-Führerschein machen kann und in EU-Führerschein(Teil 2) habe ich diese Möglichkeit aus verkehrspsychologischer und rechtlicher Sicht bewertet. Ergebnis: Es gibt keinen vernunftigen Grund, als deutscher Staatsbürger einen tschechischen EU-Führerschein zu machen. Es empfiehlt sich immer, den legalen Weg über MPU-Vorbereitung, MPU und Neuerteilung zu gehen. Das dauert in vielen fällen genauso lange, ist in den allermeisten Fällen günstiger und in jedem Fall ist der Führerschein dann dauerhaft sicher und 100%ig legal.

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EU-Führerschein in England kaufen

Nun gibt es ein Angebot, das als noch besser, einfacher und günstiger angepriesen wird: Kaufen Sie sich die Wiedererteilung eines EU-Führerscheins in England. Bedingungen: Sie sind EU-Bürger, hatten schon mal einen Führerschein und ein mögliches Fahrverbot läuft in spätestens sechs Monaten aus. Dann können Sie laut Anbieter die Wiedererteilung des EU-Führerscheins in England beantragen. Die damit vrbundenen Kosten betragen 1200,- € und anscheinend ist nicht einmal eine Reise nach England nötig. Laut Anbieter darf der englische EU-Führerschein dann ganz legal in Deutschland genutzt und nach sechs Monaten sogar in einen deutschen Führerschein umgeschrieben werden. Klingt erstmal nach einem besseren Angebot, als der tschechische EU-Führerschein.

Ist der englische EU-Führerschein legal?

Natürlich wird das vom Anbieter behauptet. Allerdings ist es eigentlich Bedingung für die Erteilung des englischen EU-Führerscheins, dass man seinen Wohnsitz im Vereinigten Königreich hat. Da es dort jedoch keine Meldepflicht gibt, ist es besonders einfach dies vorzutäuschen. Nichtdestotrotz täuscht man diese Tatsache vor, auch wenn es schwierig ist, diese Täuschung nachzuweisen. Somit entstehen die gleichen Bedenken wie beim tschechische EU-Führerschein:

  • man ist bei jeder Verkehrskontrolle in Deutschland in Erklärungsnot
  • der Aufforderung zur MPU wurde nicht nachgekommen und provozieren Zweifel der Beamten
  • bei ausstehender MPU muss der englische EU-Führerschein nicht anerkannt werden
  • die Gründe für die MPU bestehen weiterhin und machen erneute Verkehrsdelikte wahrscheinlich
  • bei jedem schwereren Verkehrsdelikt wird der englische EU-Führerschein entzogen
  • wenn man eigentlich in UK wohnt darf man kein Auto in Deutschland anmelden
  • selbst bei einem nichtverschuldeten Verkehrsunfall werden die Versicherungen jeder Möglichkeit nachgehen, sich von ihrer Zahlungspflicht zu befreien.

Eins ist klar: Man würde seinen Wohnsitz in UK nur vortäuschen und bewegt sich so zumindest in einer gesetzlichen Grauzone.

Welche Vorteile bietet der englische EU-Führerschein?

Die scheinbaren Vorteile des englische EU-Führerscheins sind nur kurzfristig. Man erspart sich vorerst die MPU und die damit verbundenen Kosten. Langfristig gesehen ist das aber ein großes Risiko. Denn werden die Ursachen für die begangenen Verkehrsdelikte nicht beseitigt, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bald neue Delikte folgen und spätestens dann werden die Behörden genau hinschauen, was es mit diesem englischen EU-Führerschein auf sich hat. Sie werden den Betrug wittern. Sollte die Täuschung auffliegen, riskiert man wegen Fahren ohne Führerschein und gesetzlichem Versicherungsschutz, Betrugs und Urkundenfälschung belangt zu werden. Bei der Verwicklung in einen Verkehrsunfall wäre dies eine Katastrophe, denn keine Versicherung würde in solchen Fällen zahlen und man bleibt auf allen Kosten sitzen. Schließlich sitzt man doch bei der MPU und muss sich auch für diese Geschichte rechtfertigen, denn das Ganze wäre wenn es auffliegt nicht weniger als eine Verkehrsstraftat.

Selbst der vergleichsweise günstige Preis von 1200,- € kann darüber nicht hinwegtäuschen. Auch dafür kann man sich schon gut auf die MPU vorbereiten lassen und die MPU finanzieren, 100%ig legal und sicher. Ich biete MPU-Vorbereitungskurse schon ab 410,-€ an. Informieren Sie sich über mein Angebot!

EU-Führerschein (Teil 2)

In meinem Beitrag „EU-Führerschein (Teil 1)“ habe ich beschrieben wie man laut Angebot eines bekannten Anbieters einen tschechischen EU-Führerschein erwerben kann. In diesem zweiten Beitrag zum Thema EU-Führerschein soll es darum gehen, was von diesem Angebot aus verkehrspsychologischer Sicht zu halten ist und welche praktischen Vor- und Nachteile damit verbunden sind.

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Offene Fragen zum EU-Führerschein

Zwar hat der Anbieter vor Gericht geklagt und recht bekommen, dass die so erworbenen EU-Führerscheine legal und uneingeschränkt in Deutschland genutzt werden dürfen, doch einige Fragen bleiben offen:

  • Muss man solange man den tschechische EU-Führerschein nutzen möchte für mindestens die Hälfte des Jahres formal seinen Wohnsitz nach Tschechien verlegen?
  • Ist es wirklich legal für die meiste Zeit des Jahres einen Wohnsitz in Tschechien vorzutäuschen, wenn man eigentlich in Deutschland lebt? Warum machen die tschechischen Behörden bei solchen Täuschungsmanövern mit?
  • Darf man ein KFZ in Deutschland anmelden, wenn man seinen Wohnsitz eigentlich in Tschechien hat oder braucht man auch ein tschechisches Kennzeichen?
  • Warum sollte man von einem seriösen tschechischen MPU-Gutachter ein positives Gutachten ausgestellt bekommen, wenn man bei einem deutschen Gutachter durchgefallen ist?
  • Wird dieses tschechische MPU-Gutachten von deutschen Behörden anerkannt? Warum dann nicht einfach mit diesem Gutachten den Führerschein in Deutschland neu beantragen?
  • Sollte man in Kauf nehmen, bei jeder Verkehrskontrolle oder Verkehrsauffälligkeit in Deutschland in Erklärungsnot zu geraten, sich verdächtig zu machen und eine genaue Überprüfung zu riskieren?
  • Was ist wenn die deutschen Behörden bei genauerer Prüfung bemerken, dass man sich eigentlich die meiste Zeit des Jahres in Deutschland aufhält und nur vortäuscht in Tschechien zu leben?
  • Was ist, wenn es zu einem Unfallschaden kommt? Werden die Versicherungen die Legalität des tschechischen EU-Führerscheins problemlos anerkennen und für alle Schäden aufkommen?
Ist der EU-Führerschein eine sichere Alternative?

Zusammenfassend muss ich behaupten, dass man sich zumindest in einer gesetzlichen Grauzone bewegt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass dieser EU-Führerschein nicht allen behördlichen Prüfungen und Nachforschungen standhält, sei es aufgrund des fraglichen MPU-Gutachtens oder der uneindeutigen Wohnsitzfrage.  Denn zwei Dinge sind sicher: 1.: Erwirbt man einen EU-Führerschein ohne sich einer von den deutschen Behörden geforderten MPU zu unterziehen, muss dieser Führerschein von den deutschen Behörden nicht anerkannt werden. 2.: Nur wenn man seinen Hauptwohnsitz in Tschechien hat, also dort lebt und arbeitet, dürfen die tschehischen Behörden den EU-Führerschein erteilen und nur dann wäre er wirklich legal. Die deutschen Behörden werden Betrug wittern und sollten sie diesen nachweisen können, bedeutet das Fahren ohne Fahrerlaubnis, was eine Verkehrsstraftat darstellt und jeglichen Versicherungsschutz nichtig werden lässt. Man riskiert also sogar bei nicht selbst verschuldeten Unfallschäden auf den gesamten Kosten sitzen zu bleiben und auch die Konsequenzen für die Verkehrsstraftat sind nicht unerheblich. Hinzu kommt, dass man sich den Straftatbeständen des Betrugs und der Urkundenfälschung gefährlich nähert.

Es bleibt auch zu bedenken, dass der Entzug des Führerscheins und die Aufforderung zur MPU ihre Gründe hatten. Man hat ja ein problematisches Verhalten im Umgang mit Alkohol, Drogen oder Verkehrsregeln gezeigt, was zu wiederholten Auffälligkeiten führte. Diese Verhaltensproblematik besteht nach dem Erwerb des EU-Führerscheins weiterhin, und wird auch zukünftig zu Auffälligkeiten führen. Sobald es erneut zu einer Verkehrsauffälligkeit kommt die an der Fahreignung zweifeln lässt, wird die Fahrerlaubnis in Deutschland entzogen. Die Fahrerlaubnis ist also weiterhin in Gefahr.

Zudem sollte man sich fragen, ob man mit der permanenten Befürchtung leben möchte, dass das Täuschungsmanöver bei der nächsten Verkehrskontrolle auffliegen könnte. Sorgloses und entspanntes Autofahren ist etwas anderes.

Bietet der EU-Führerschein überhaupt Vorteile?

Wenn man sich die anfallenden Kosten von etwa 3000,-€ anschaut, muss man sich fragen, welche Vorteile dieser EU-Führerschein eigentlich bieten soll. Für dieses Geld kann man in Deutschland bei jedem seriösen Anbieter eine sehr ausführliche MPU-Vorbereitung durchführen, die MPU selbst finanzieren und die Kosten für den Neuantrag zahlen. Somit bräuchte man sich nicht mehr um die Legalität seiner Fahrerlaubnis sorgen und die Fahrerlaubnis wäre auch für die Zukunft sicher, da man durch die MPU-Vorbereitung das problamatische Verhalten dauerhaft ändert. So beugt man Rückfällen sicher vor, und es wird zu keinen erneuten Auffälligkeiten kommen. Ich biete MPU-Vorbereitungsprogramme schon ab 410€ an. Eine MPU kostet je nach Anlass zwischen 300€ und 750€. Man kann also schon für ein Drittel der Kosten einen völlig legalen und sicheren deutschen Führerschein bekommen, und das oft schon innerhalb eines halben Jahres. Wozu also das Ganze?

EU-Führerschein (Teil 1)

Einen EU-Führerschein im Ausland zu machen ist für viele eine attraktive Möglichkeit die MPU in Deutschland zu umgehen und trotzdem am deutschen Straßenverkehr teilnehmen zu können. Aber ist dieser Weg über den EU-Führerschein wirklich so attraktiv wie er im ersten Moment scheint? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich das Angebot eines bekannten und sich sehr seriös gebenden Anbieters genauer unter die Lupe nehmen. Zu allererst warnt dieser Anbieter vor Schwarzen Schafen in der Branche, von denen es wohl viele gibt. Diese würden die gesetzlichen Vorschriften nicht genau einhalten, und somit wäre der so erworbene EU-Führerschein nicht legal in Deutschland zu nutzen.

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EU-Führerschein in Tschechien

Der Anbieter empfielt seinen deutschen Kunden den EU-Führerschein in Tschechien zu machen als einfachste und sicherste Möglichkeit und macht folgendes Angebot: Einen EU-FÜhrerschein Klasse B(PKW) in Tschechien inklusive amtlichem positivem MPU-Gutachten für 2650,- €! Dies soll auf folgendem Wege geschehen: Unbedingte Vorraussetzung ist, dass man für mindestens 185 Tage, also über ein halbes Jahr mit offiziellem Wohnsitz in Tschechien gemeldet ist. Man reist zuerst für einen Tag nach Tschechien um dort in Begleitung des Anbieters die nötigen Behördengänge zu erledigen, seinen scheinbaren Wohnsitz in Tschechien anzumelden und die nötigen ärztlichen Untersuchungen zu absolvieren. Dann kann der tschechische EU-FÜhrerschein beantragt werden. Nach etwa 10 Wochen reist man ein zweites mal, diesmal für mehrere Tage nach Tschechien. In diesen Tagen sollen die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung, die erforderlichen Theorie-und Praxisstunden und die Fahrprüfung absolviert werden. Werden die MPU und die Fahrprüfung bestanden, soll nach Ablauf der 185 Tage Frist (gemessen vom Tag der Anmeldung) der tschechische EU-Führerschein erteilt werden. Er wird dann per Kurier nach Deutschland versand oder kann selbst in Tschechien abgeholt werden. Alles in allem verlegt man also seinen offiziellen Wohnsitz nach Tschechien um sich dort einer tschechischen MPU zu unterziehen und dann einen tschechischen EU-Führerschein zu machen.

Wie lange dauert es den EU-Führerschein zu machen?

Man kann den tschechischen EU-Führerschein also erst nach frühestens 185 Tagen in Händen halten, sofern alles reibungslos abläuft und die tschechischen Behörden fristgemäß und schnell arbeiten. Es ist davon auszugehen, dass es ein paar Tage länger dauern wird, bis der tschechische EU-Führerschein bei einem zu Hause per Kurier ankommt. Zudem ist zu beachten, dass, sollten die deutschen Behörden ein Fahrverbot verhängt haben, man erst nach Ablauf dieser Strafe den EU-Führerschein beantragen kann. Es dauert also nach Ablauf des Fahrverbotes mindestens noch ein gutes halbes Jahr, bis man mit dem tschechischen EU-Führerschein am deutschen Straßenverkehr teilnehmen kann.

Was kostet es den EU-Führerschein zu machen?

Dieser Anbieter verlangt für das gesamte Prozedere 2650,-€. Hinzu kommen die selbst zu tragenden Kosten für die zwei An- und Abreisen, den mehrtägigen Aufenthalt, Passbilder nach tschechischem Standart und den Versand des EU-Führerscheins. Es ist also davon auszugehen, dass man um die 3000,-€ für den tschechischen EU-Führerschein investieren muss.

Soweit also zum Angebot dieses Anbieters. Was von diesem Angebot aus verkehrspsychologischer Sicht zu halten ist und welche praktischen Vor- und Nachteile damit verbunden sind, erfahren Sie in „EU-Führerschein (Teil 2)“.