MPU Fragen, Themen und Inhalte

Welche MPU-Fragen sind für den MPU-Gutachter wichtig?

Für die folgenden MPU-Fragen interessiert sich der MPU-Gutachter während des MPU-Begutachtungsgespräch:

  • Was genau ist Ihnen passiert?
  • Wie konnte Ihnen das passieren?
  • Was hat sich unterdessen bei Ihnen verändert?
  • Wie wollen Sie in Zukunft sicher stellen, dass Ihnen soetwas nicht noch einmal passiert?

Der Gutachter wird diese MPU-Fragen genau unter die Lupe nehmen und jede Ihrer Antworten hinterfragen. Er wird vor allem darauf achten, ob die von Ihnen gemachten Angaben widersprüchlich sind und die Gutachter haben viel Erfahrung darin herauszubekommen, ob man Ihnen eine Geschichte auftischt oder die Wahrheit erzählt. Aber mit der Wahrheit allein ist es nicht getan, denn der Gutachter darf Ihnen nur ein positives MPU-Gutachten ausstellen, wenn sie alle in den Begutachtungsleitlinien geforderten Vorraussetzungen erfüllt haben. Diese Vorraussetzungen richten sich danach, wie der MPU-Gutachter die in Ihrem Fall zugrunde liegende Problematik bewertet. Dabei ist er wiederum an bestimmte Bewertungskriterien gebunden. Nur wenn der Gutachter davon überzeugt ist, dass Sie wahrheitsgemäße Angaben gemacht haben und dass Sie alle für Ihren Fall geforderten Voraussetzungen erfüllen, wird er Ihnen ein positives MPU-Gutachten ausstellen. Welche Vorraussetzungen für ein positives MPU-Gutachten sich für Ihren Fall ergeben, lässt sich nur durch eine individuelle MPU-Beratung herausfinden.

Welche MPU-Fragen werden genau gestellt?

Der Gutachter arbeitet im Begutachtungsgespräches keinen festen MPU-Fragebogen mit den immer gleichen MPU-Testfragen ab. Die MPU-Fragen sind je nachdem ob der Anlass der MPU-Anordnung Alkohol, Drogen, Punkte oder Straftaten ist unterschiedlich und die MPU-Fragen unterscheiden sich natürlich auch von Fall zu Fall. Jeder Fall ist einzigartig und weil der MPU-Gutachter sich ein genaues Bild von jedem Fall machen muss, wird er die MPU-Fragen entsprechend individuell stellen. Wenn es einen Weg gibt herauszubekommen welche MPU-Fragen der Gutachter in einem bestimmten Fall stellen wird, dann nur über eine indivelle psychologische Diagnostik dieses Falles. Führt man so eine individuelle Diagnostik im Rahmen einer professionellen MPU-Beratung durch, kann man herausfinden welche MPU-Fragen für das Verstehen des jeweiligen Falles wichtig sind. Anschließend kann man seine MPU-Vorbereitung auf diese Inhalte und Themen ausrichten. Fragen und Antworten aus dem MPU-Gutachten eines anderen Falles auswendig zu lernen ist keine gute MPU-Vorbereitung, denn jeder Fall ist anders und braucht seine eigenen MPU-Fragen um ihn zu verstehen.

Gibt es auf die MPU-Fragen richtige Antworten?

Bei den MPU-Fragen des Gutachters gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Dem MPU-Gutachter geht es darum, sich ein wahrheitsgetreues Bild von dem jeweiligen Fall zu machen. Kann er das nicht, weil Sie keine oder widersprüchliche Angaben machen, so darf er Ihnen kein positives MPU-Gutachten ausstellen. In diesem Sinne ist eine wahrheitsgetreue Antwort eine richtige Antwort. Vermeindlich richtige Antworten auf bestimmte MPU-Fragen auswendig zu lernen wenn sie eigentlich gar nicht auf Ihren Fall zutreffen, wird Sie in Widersprüche verwickeln. Dem MPU-Gutachter eine Geschichte so gut zu erzählen, dass er sie einem als die Wahrheit abkauft ist nahezu unmöglich. Es geht im Begutachtungsgespräch nicht darum MPU-Fragen richtig zu beantworten, sondern darum den Gutachter zu überzeugen, dass Sie seit den Delikten die der Anlass für die MPU-Anordnung sind, eine positive Veränderung durchgemacht haben.

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