Was tun wenn die MPU negativ ist?

Die MPU negativ, und jetzt?

Sind Sie bei der MPU durchgefallen und haben ein negatives MPU-Gutachten bekommen? Das ist sehr ärgerlich und wahrscheinlich stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was soll ich jetzt tun? Wie geht es nun weiter?
  • Was steht in dem negativen MPU-Gutachten? Was davon ist wichtig für mich?
  • Darf ich die MPU wiederholen? Wann kann ich die nächste MPU machen?
  • Gibt es eine Sperrfrist? Wie lange muss ich warten bis ich die MPU wiederholen kann?
  • Wieviel Zeit habe ich für die Wiederholung der MPU?
  • Was wird mich die Wiederholung der MPU kosten?
Bei einem negativen MPU-Gutachten ist Folgendes zu tun:

1.) Wichtig ist in dieser Situation, dass sie das negative MPU-Gutachten auf keinen Fall an die Führerscheinstelle schicken. Ein negatives MPU-Gutachten bringt Ihnen dort keine Punkte. Ganz im Gegenteil: wenn Sie ein negatives MPU-Gutachten in Ihrer Führerscheinakte haben, kann und wird man alles was darin geschrieben steht gegen Sie verwenden. So haben Sie bei der nächsten MPU deutlich schlechtere Karten.

2.) Lesen Sie das negative MPU-Gutachten durch, denn darin ist genau beschrieben warum Sie die MPU nicht bestanden haben und durchgefallen sind. Alle Argumente des MPU-Gutachters werden in dem negativen MPU-Gutachten ausführlich erläutert und anhand Ihrer Aussagen aus dem Begutachtungsgespräch begründet. So erfahren Sie ganz genau, an welchen Stellen sie noch an sich arbeiten müssen.

3.) Das wichtigste ist, dass am Ende des negativen MPU-Gutachtens Empfehlungen des MPU-Gutachters stehen. Dort steht was Sie tun sollten bevor Sie erneut eine MPU antreten. Der MPU-Gutachter wird etwa MPU-Vorbereitung, Abstinenznachweise, verkehrspsychologische Beratung oder Verkehrstherapie empfehlen. Sie sollten keinen neuen MPU-Versuch starten, bevor Sie den Empfehlungen des MPU-Gutachters nicht nachgekommen sind.

4.) So etwas wie eine Sperrfrist gibt es nicht. Theoretisch könnten Sie gleich am nächsten Tag einen weiteren MPU-Versuch starten. Das wäre allerdings nicht besonders clever, denn die Gründe warum Sie bei der ersten MPU durchgefallen sind, bestehen ja weiterhin und Sie werden wahrscheinlich erneut und aus den selben Gründen durchfallen. Sie sollten also vorher den Empfehlungen aus dem negativen MPU-Gutachten nachkommen.

5.) Der Grund dafür ist ganz einfach. Für jede weitere MPU wird die Gebühr erneut und in voller Höhe fällig. Es kommen also noch einmal die selben hohen Kosten auf Sie zu. Wenn Sie einen neuen MPU-Versuch unternehmen ohne zuvor den Empfehlungen aus dem negativen MPU-Gutachten nachzukommen, werden Sie das Geld wahrscheinlich noch einmal für ein negatives MPU-Gutachten ausgeben und der Ärger beginnt von vorn.

6.) Auch eine Frist in der Sie ein positives MPU-Gutachten bei der Führerscheinstelle vorlegen müssen gibt es nicht. Sie müssen dort nur einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Das ist kein Problem und muss auch nicht begründet werden. Der Antrag ist aber wichtig, denn läuft die Frist aus, müssen Sie einen neuen Antrag stellen und die Antragsgebühr erneut bezahlen. Sie können sich für die MPU-Vorbereitung die Zeit nehmen, die Sie brauchen.

7.) Wenn Sie das Fachchinesisch im negativen MPU-Gutachten nicht ganz verstehen, empfielt es sich die Hilfe eines Verkehrspsychologen in Anspruch zu nehmen. Er kann Ihnen alles genau erklären und wird Ihnen helfen die Empfehlungen aus dem negativen MPU-Gutachten unzusetzen. Ich biete diesen Service in einem kostenfreien Informationsgespräch an. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf und lassen Sie sich unverbindlich beraten!